- Städte und Gemeinden kämpfen gegen die zunehmende Verunreinigung des öffentlichen Raums
Städte und Gemeinden sind nicht länger bereit, die sich durch das Littering und die illegale Entsorgung verschärfende Abfallsituation im öffentlichen Raum tatenlos hinzunehmen. Immer häufiger begegnen sie den Abfallproblemen in ihrem Wirkungsbereich mit massgeschneiderten Kampagnen. Diese umfassen verschiedene Massnahmenbündel - nicht selten eine Kombinationen der sogenannten "Drei A" (Aufklären, Aufräumen, Ahnden).
Auswahl von Städten: Ansätze und Trends
- Zürich: Optimierung der Infrastruktur (Abfalleimer, WC-Anlagen, Robidog-Kästen), vermehrte Reinigung und vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit
- Basel: Seit dem Jahr 2000 laufende Kampagne "Basel wird suuber" mit Aktivitäten auf mehreren Ebenen.
- Dortmund: Bürger übernehmen Patenschaften für bestimmte Gebiete und halten diese sauber.
- Bremen: Kooperation und ein Selbsthilfefonds für eine saubere und lebendige Stadt.
- Frankfurt: Grundsätzliche Neugestaltung der Reinigungssituation in der Stadt, Einführung von Bussgeldern, beschleunigte Beseitigung wilder Müllablagerungen, konsequente Bekämpfung von Graffitis und Schmierereien.
- Mönchengladbach: Gründung eines Vereins aus Bürgern und Unternehmen, der die Anti-Littering-Aktivitäten der Stadt koordiniert.
Kampagnen-Beispiele aus der ganzen Welt:
- Wien: Mit der Initiative „Abfallvermeidung in Wien“ werden richtungsweisende und beispielhafte Projekte und Aktivitäten gefördert, die zur Schonung wertvoller Ressourcen oder zu einer nachhaltigen Lebens- und Verhaltensweise beitragen.
- Berlin: In Berlin arbeiten die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Entsorger BSR eng bei der Littering-Aufklärung zusammen. Eine wichtige Rolle beim Engagement für eine saubere Stadt spielt dabei die Kampagne der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die mit Vor-Ort-Aktionen, originellen, häufig wechselnden Plakatmotiven, zuletzt auch mit "sprechenden Papierkörbe" die Bürger zu mehr Sauberkeitsbewusstsein animieren will.
- Keep America Beautiful: Die Nichtregierungsorganisation "Keep America Beautiful" wurde 1953 gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die amerikanischen Bürger zu motivieren, ihre Umwelt sauberer, sicherer und lebenswerter zu gestalten. Dazu gehören landesweite Aktionen wie das Great American Clean Up, bei dem jedes Jahr über 2 Millionen Amerikaner ihre Wohngebiete reinigen, oder das Projekt "Graffiti Hurts", bei dem vor allem junge Amerikaner dazu erzogen werden sollen, Farbschmierereien an Gebäuden zu unterlassen.
- London: Die Organisation Keep Britain Tidy setzt sich mit zahlreichen Aufklärungs- und Aufräumaktionen für mehr Sauberkeit auf der Insel ein. Littering wird in Grossbritannien als Straftatbestand geahndet. So genannte Litter Wardens kontrollieren die Landschaft und können bei Verstössen gegen die Vorschriften hohe Bussgelder verhängen. Die Hauptstadt London will systematisch gegen die Vermüllung vorgehen. Zu diesem Zweck rief Ken Livingstone, der Bürgermeister von London Ende 2001 die Initiative "The Capital Standard" ins Leben.
- Clean Up The World: Internationale Umweltinitiativen. Mit einem Aktionstag zur Säuberung des Hafens von Sydney (Australien) im Jahre 1989 gestartet. Inzwischen haben sich in weit über 100 Staaten lokale oder landesweite Clean Up-Kampagnen zur Säuberung von Städten und Gemeinden gegründet.
Links zu den kantonalen und städtischen Stellen: